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Beschäftigtenbefragung ermöglicht finanzielle Unterstützung

IG Metall spendet 4.480 Euro an die Kindertafel

19.09.2017 | Osnabrück - "Wir als IG Metall wollen die Arbeitswelt gestalten. Um das gut machen zu können und um die Wünsche der Beschäftigten aufgreifen zu können, haben wir Mitglieder und Nichtmitglieder gefragt, wo ihnen der Schuh drückt.", erläutert der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Osnabrück, Stephan Soldanski, das wieso, weshalb und warum der großen Befragung.

Sicherheit und gute Perspektiven in der digitalen Arbeitswelt, aber auch mehr Gerechtigkeit bei den Krankenkassenbeiträgen und sichere Renten. Das sind die wesentlichen Forderungen der Beschäftigten in der Region Osnabrück an die Politik. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang größte Beschäftigtenbefragung der IG Metall, an der sich vor Ort genau 4.480 Beschäftigte beteiligt haben. "Die Befragung ist unser Votum zu Arbeits- und Lebensbedingungen als Grundlage für das betriebliche, tarifliche und politische Handeln der IG Metall und ganz wichtig: Die Beschäftigten wollen mit ihren Wünschen, Sorgen und Forderungen gehört werden".

681.241 Beschäftigte aus über 7.000 Betrieben
"Sie trauen uns als IG Metall eine Menge zu. Und wer im September gewählt werden will, kommt an den Ergebnissen von 681.241 Beschäftigten aus über 7.000 Betrieben aus unserer bundesweiten Befragung nicht vorbei", so Soldanski weiter.

94 Prozent der Befragten in der Region wollen Sicherheit und berufliche Perspektive in der Industrie 4.0. Und sie wollen den Weg dorthin mitgestalten - wie es die IG Metall schon seit Jahren tut. 93 Prozent erwarten von der Politik mehr Schutz von Tarifverträgen. "Nur Tarifverträge garantieren eine faire und verlässliche Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen. Fehlt Tarifbindung, droht Lohndumping", so Soldanski. 96 Prozent der Befragten sagen, es muss Schluss sein damit, dass die Arbeitnehmer höhere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen als die Arbeitgeber. "Politik für alle - sicher, gerecht und selbstbestimmt" fasst der Osnabrücker IG Metall-Chef kurz und knapp die Politik-Ergebnisse der bundesweiten Befragung zusammen.

Wählen gehen!
"Nur wer wählt, kann mitbestimmen, wie zukünftig die Politik in unserem Land gestaltet wird. Es gibt viel zu tun, und das nicht erst seit unserer Befragung - also am 24.September auf zur Wahl", rät Soldanski nicht nur Gewerkschaftsmitglieder und ruft alle zum Urnengang auf.
Kritische Worte verliert er an die Gruppe der Nicht- bzw. sogenannter Protestwähler. "Wer nicht wählt oder Protest wählt, wird nach dem Wahltag doch trotzdem regiert!" Jeder sollte sich sehr genau überlegen, inwieweit er mit seinem persönlichen Wahlverhalten für ein besseres Leben beitragen kann.

Notwendigkeit von Tafeln gesellschaftlicher Skandal
Die Beschäftigtenbefragung ist mit einer Spende an ein soziales Projekt in der Region verbunden. Einen Euro für jede Stimme, also 4.480,- Euro konnte die IG Metall an die örtliche Kindertafel überreichen.

Die Notwendigkeit von Einrichtungen wie der Tafeln ist ein Spiegelbild des aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Dieser weist deutlich aus, dass die Ungleichheit im Kindesalter seit Jahren ein ständig wachsendes Problem ist. "Dieses ist doch der eigentliche Skandal in unserer reichen Gesellschaft, dass die Kleinsten und Schwächsten in unserem Land zurückgelassen werden. Hier muss dringend gehandelt werden!" entrüstet sich Soldanski.