23. Ordentlicher Bundeskongress

IG Metall Osnabrück gratuliert dem gewähltem DGB-Bundesvorstand

01.06.2026 | Vom 10. bis 13. Mai 2026 tagte in Berlin der 23. Ordentliche Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Unter dem Motto “Stärker mit uns” berieten die Delegierten über Anträge, die den Kurs der Gewerkschaftsbewegung für die kommenden Jahre bestimmen. Die Geschäftsführer der IG Metall Osnabrück, Stephan Soldanski und Nils Bielkine gratulierten Yasmin Fahimi zur erneuten Wahl als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie Elke Hannack, Stefan Körzell und Anja Piel zur Wahl in den geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand.

Die starken Wahlergebnisse sind aus Sicht der IG Metall Osnabrück ein klares Signal: Die Gewerkschaften gehen mit klarem Mandat in eine Zeit, in der über die Zukunft der Industrie, die Verteilung von Wohlstand und den Schutz sozialer Sicherheit entschieden wird.
„Der DGB bleibt unverzichtbar – das ist auch das klare Signal des Bundeskongresses“, erklärt Nils Bielkine, welcher ehrenamtlich Vorsitzender des DGB Stadtverbands Osnabrück ist.  

Der erste Bevollmächtige Stephan Soldanski kommentiert: „Deutschland steht industriepolitisch vor einer Richtungsentscheidung: Entweder schaffen wir die Voraussetzungen für industrielle Stärke und gute Beschäftigung – oder wir riskieren schleichenden Substanzverlust in zentralen Branchen.“ Autoindustrie mit Zulieferern, Maschinenbau, Stahl und energieintensive Betriebe wie Kupferhersteller stehen unter erheblichem Druck. Es geht um Standorte, Wertschöpfung, Qualifizierung – und um sichere Arbeitsplätze. „Wer will, dass Betriebe hier eine Zukunft haben, muss mehr liefern als warme Worte: verlässliche Energiepreise, moderne Infrastruktur, Investitionen in Bildung und Qualifizierung und klare Regeln gegen Tarifflucht. Gute Arbeit darf in der Industriepolitik nicht erst im Kleingedruckten auftauchen“, so Soldanski.

Der Wandel in der Industrie darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. „Energiepreisbremsen, Mindestlohn, Rentensicherung oder Tariftreue – dafür haben Gewerkschaften Druck gemacht. Und genau diesen Druck braucht es jetzt wieder, wenn Arbeitszeiten verlängert, Schutzrechte geschwächt oder der Sozialstaat klein geredet werden soll.“ Kommentiert Nils Bielkine die dauerhaft wirtschaftlich angespannte Situation.

Abschließend erklären die beiden Metaller: „Wir gratulieren der DGB-Spitze herzlich. Die Aufgaben sind groß: Industrie sichern, Demokratie stärken und den Sozialstaat verteidigen. Ein starker DGB muss und wird weiterhin unbequem sein. Er muss sich in die politische Debatte einbringen, Lösungen anbieten, aber auch dann laut werden, wenn Beschäftigtenrechte, Tarifbindung oder Mitbestimmung unter die Räder geraten.“
 

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