08.04.2026 | Osnabrück – Unter dem kämpferischen Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ setzt der DGB Osnabrück am 1. Mai 2026 ein unüberhörbares Zeichen gegen soziale Kälte und unternehmerische Profitgier. Angesichts von drohenden Standortverlagerungen und Betriebsschließungen, Angriffen auf den 8-Stunden-Tag und einer unsicheren Rentenzukunft rufen die Gewerkschaften die Beschäftigten der Region zur gemeinsamen Demonstration auf.
Am 1. Mai gehen wir auf die Straße – für gute Arbeit, faire Löhne und soziale Gerechtigkeit. Wir laden herzlich zu den Kundgebungen und Familienfesten in Osnabrück, Bramsche und Melle ein.
Klare Ansage gegen Sozialabbau und Arbeitszeit-Flexibilisierung
Die Gewerkschaften machen deutlich, dass die Beschäftigten nicht die Leidtragenden von Managementfehlern oder verfehlter Investitionspolitik sein dürfen.
„Wir lassen nicht zu, dass unser Sozialstaat als angeblicher ‚Kostenfaktor‘ kaputtgeredet wird!“, betont Dorothee Koch im Vorfeld. „Die Rente und unser Gesundheitssystem sind die Fundamente unseres Zusammenhalts. Wer heute den 8-Stunden-Tag angreift oder die Gesundheitsversorgung den Renditeerwartungen von Investoren opfert, legt die Axt an unsere Lebensqualität. Unsere Gesundheit und unsere Sicherheit stehen an erster Stelle – erst danach kommen die Profite!“
Industriestandort Osnabrück im Fokus
Besonders im industriellen Kern der Region wächst der Widerstand gegen den Abbau von Arbeitnehmerrechten unter dem Deckmantel der „Flexibilisierung“.
Stephan Soldanski, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück, findet deutliche Worte: „Die Kolleginnen und Kollegen haben die Nase voll davon, dass ihre Arbeitsplätze als Verschiebemasse auf dem globalen Parkett behandelt werden. Wer Standorte infrage stellt, stellt die Zukunft ganzer Familien infrage. Wir fordern ein klares Bekenntnis zum Standort Osnabrück und Investitionen, die Arbeit sichern, statt sie zu vernichten. Wenn der Druck in den Werkhallen steigt, wächst unser Widerstand. Wir arbeiten genug – Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!“
Neben der Arbeitsplatzsicherheit fordern die Gewerkschaften eine Politik, die aktiv gegen explodierende Lebenshaltungskosten bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln eingreift. Der 1. Mai in Osnabrück soll zeigen: Die Solidarität ist ungebrochen – für eine starke Demokratie und eine Zukunft, in der der Mensch im Mittelpunkt steht, nicht die Bilanz der Aktionäre.
Heraus zum 1. Mai – für unsere Jobs, unsere Rechte und unsere Würde!