Pendler*innen-Aktion am Hauptbahnhof

DGB-Aktionstag: „ECHT GERECHT: Die gesetzliche Rente stärken!"

  • 23.09.2021
  • Aktuelles

In über 200 Städten und Regionen Deutschlands wurden am 21. September Beschäftigte an Bahnhöfen und auf Marktplätzen zur Rentenpolitik informiert. In Osnabrück beteiligte sich die IG Metall Osnabrück zusammen mit den anderen Gewerkschaften am DGB Aktionstag unter dem Motto: „ECHT GERECHT: Die gesetzliche Rente stärken!" Am frühen Morgen standen zwölf Kolleginnen und Kollegen am Hauptbahnhof, um Informationsmaterial zu verteilen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Das Thema Rente stieß dabei auf großes Interesse und die bereit gehaltenen Tüten mit Rentenrechner und einem köstlichen Apfel wurden gern mitgenommen. Neben der Forderung nach einer auskömmlichen gesetzlichen Rente ging es auch darum, die Menschen zum Wählen der anstehenden Bundestagswahl zu animieren. Es wurde auf die bestehenden Probleme der Alterssicherung in Deutschland hingewiesen. Für eine solidarische Strukturreform zur Stärkung der gesetzlichen Rente nach der Bundestagswahl wurde geworben.

Foto: DGB

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„Die Rentenpolitik der letzten Jahrzehnte ist gescheitert. Statt die Kosten der Alterssicherung immer mehr einseitig auf Beschäftigte zu verlagern und die soziale Absicherung im Alter weiter zu privatisieren, brauchen wir eine große solidarische Rentenreform“, fordert Nils Bielkine, Gewerkschaftssekretär der IG Metall und Vorsitzender des DGB Stadtverbands Osnabrück. Entgegen aller gegenteiliger Behauptungen von wirtschaftsnahen Experten und Arbeitgeberlobbyisten ist ein solidarischer Neuaufbau der Alterssicherung durchaus möglich. Die IG Metall wird sich auch in den kommenden Monaten vehement für die Stärkung der gesetzlichen Rente einsetzen: Einführung einer solidarischen Erwerbstätigenversicherung, Anhebung des Rentenniveaus sowie realistische Altersgrenzen und flexible Ausstiegsmöglichkeiten bilden die Kernelemente eines solidarischen Neuaufbaus der Alterssicherung.

Die Beschäftigtenbefragung der IG Metall – an der über 240.000 Industriebeschäftigte teilgenommen haben – hat nochmals deutlich gemacht, dass eine Politik, die auf immer höhere Regelaltersgrenzen setzt, auf Kosten der Gesundheit der Menschen geht. 96 % der Befragten haben angegeben, dass bereits jetzt nicht alle Beschäftigten angesichts körperlicher und psychischer Belastungen bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können. Höhere Altersgrenzen führen daher für viele Beschäftigte im Ergebnis zu noch höheren Rentenkürzungen.

Regelungen für gute Übergänge in den Ruhestand sind für die IG Metall – nicht zuletzt aufgrund der bevorstehenden Transformation von Industrie und Arbeitswelt – von zentraler Bedeutung. Mit Blick auf die Bundestagswahl und die nachfolgende Regierungsbildung, fordert Gewerkschaftssekretär Nils Bielkine, die Politik zum Umdenken auf: „Die Rente mit 67 ist für viele Beschäftigte bereits heute kaum erreichbar. Statt sich mit Forderungen nach einem noch späteren Renteneintrittsalter gegenseitig zu überbieten, sollte die Politik lieber über eine realistische Regelaltersgrenze und passgenaue, sozial abgesicherte Übergänge in den Ruhestand nachdenken.“

Weitere Informationen zum Rentenaktionstag:

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