IG Metall Forum beschäftigt sich im neuen Lok-Viertel mit Künstlicher Intelligenz (KI)

  • 30.09.2021
  • Aktuelles, Presseinformation

In direkter Nachbarschaft des Osnabrücker Gewerkschaftshauses entsteht Großes – das neue Lok-Viertel. Die IG Metall hat sich auf die Baustelle des ehemaligen Ringlockschuppens gewagt, um hautnah von den Beteiligten einen Einblick in das Osnabrück von morgen zu bekommen.

Zur Begrüßung hat der erste Bevollmächtigte Stephan Soldanski die gute Nachbarschaft betont und sich bei der Aloys & Brigitte Coppenrath Stiftung für die freundliche Unterstützung und die Bereitstellung der Räumlichkeiten zur Durchführung der Veranstaltung bedankt. „Wenn in Sichtweite des Gewerkschaftshauses ein neues Stadtviertel entsteht, das Arbeiten und Leben mit Zukunftstechnologien und kurzen Wegen verbinden will, dürfen Mitbestimmung und Tarifverträge für ein gutes Leben und hoher Lebensqualität bei neuen, modernen Unternehmen aus Sicht der IG Metall natürlich nicht fehlen.“

Zu Beginn übernahm der ehemalige Arbeitsdirektor der Georgmarienhütte GmbH und Vorstandsvorsitzende der Aloys & Brigitte Coppenrath Stiftung, Felix Osterheider das Wort. In seinem Vortrag, „Das CIC – als Impulsgeber für künstliche Intelligenz und das Lok-Viertel – Reallabor der Zukunft“ umriss er in detaillierter Weise, die große Idee einer nachhaltigen Standortnutzung. Bisher bestehen erst Pläne und Ideen des Lokviertels, welche nach der Philosophie von Robert Musil, „Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muss es auch Möglichkeitssinn geben“ entstanden sind. Die bereits heute enormen Investitionsankündigungen und beteiligten Projektpartner lassen in den nächsten 10- 15 Jahren großartiges erahnen.

Zum Thema des Abends: “Künstliche Intelligenz: Treiber, Transformator oder Terminator?“ referierte Prof. Dr. Oliver Thomas, Leiter des Forschungsbereichs Smart Enterprise Engineering am DFKI und Institutsleiter für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück. Der Wissenschaftler und Gründer hat in seinem Vortrag 10 Thesen und Erkenntnisse zur Künstlichen Intelligenz aus 20 Jahren Erfahrung aus dem Fachgebiet erläutert. Wir stehen in Deutschland und Europa im Vergleich zu den USA oder China noch ganz am Anfang, was in Anbetracht der dynamischen Entwicklung aufzuholen gilt. KI wird sich auch in der Arbeitswelt wie Maiskörner in einem heißen Topf, auf einen Schlag, rasant in Popcorn verwandeln, bzw. Einzug finden. Wo wir noch am Anfang stehen, werden in Zukunft viele neue Geschäftsfelder entstehen. Unternehmen können dabei allerdings auch viele Fehler machen. Die unbeschriebene These Nummer 11 hat zum Ende einen lockeren Übergang in die Diskussion geebnet: „Manchmal geht es auch ohne KI ;-)“

Ob Fluch oder Segen der Technik, wird am Ende die Zukunft zeigen. Fest steht, das immer mehr Lebensbereiche digitalisiert werden und es an uns liegt, diese Entwicklung mitzubestimmen und zu gestalten. KI kann den Menschen unterstützen und schwere oder monotone Arbeit abnehmen, was uns ja nach vorne bringt. Es liegt allerdings auch an engagierten Betriebsrät/innen und einer starken IG Metall, sich bei Zukunftsthemen mit einzumischen, die Transformation, neue Berufsbilder und ggf. nicht nachvollziehbare Entscheidungen aufgrund von Algorithmen zu hinterfragen und zukünftige Leistungs- und Verhaltenskontrolle zu gestalten.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, die Baustelle am ehemaligen Ringlockschuppen zu besichtigen. Danach gab es leckere Burger vom Grillwagen Osnabrück. Ein rundum gelungener Abend in guter Nachbarschaft.

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