Startseite

Größte politische Jugendwahl

IG Metall: Starke Stimme der Jugend im Betrieb

29.10.2018 | Osnabrück - Alle zwei Jahre findet in Deutschland die größte politische Jugendwahl, nämlich die Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (kurz JAV) statt. Bundesweit werden im Zuständigkeitsbereich der IG Metall 7.500 JAV-Mitglieder in über 3.000 Betrieben gewählt. Im Einzugsbereich der IG Metall Osnabrück werden dieses Jahr in über 30 Betrieben JAV-Wahlen durchgeführt. Dabei werden über 70 Mandate verteilt.

Voraussetzung dafür sind ein bestehender Betriebsrat und mindestens fünf Wahlberechtigte im Betrieb. Dazu gehören jugendliche Arbeitnehmer/innen, Auszubildende und dual Studierende. Zwischen Oktober und November sind die Jugendlichen in den Betrieben dazu aufgerufen, ihre JAV zu wählen. 

Laut Fabian Schaper, Jugendsekretär bei der IG Metall Osnabrück, soll die Anzahl der JAV-Gremien in den Betrieben ausgebaut werden. Denn die Erfahrung zeige, dass die Ausbildungsbedingungen in den Betrieben nur durch starke Aktive, die sich für ihre Interessen einsetzen, verbessert werden könne. Das seien in erster Linie die Jugend- und Auszubildendenvertretungen führt Schaper aus.  

Die Größen der Gremien sind dabei abhängig von der Anzahl der Wahlberechtigten. Die meisten Betriebe haben nur eine kleine JAV mit einem Mitglied, da sie unter 21 Wahlberechtigten haben, erklärt Schaper. Die Betriebe mit einem größeren Gremium von drei oder fünf Mitgliedern kann man hingegen an zwei Händen abzählen. Hierfür sind auch mindestens 21 bzw. 51 Wahlberechtigte nötig. „Insgesamt haben auch noch nicht alle Betriebe eine JAV gewählt, obwohl sie die Wahl durchführen könnten. Hier sprechen wir das Thema natürlich immer wieder an und sind damit auch sehr erfolgreich. So können wir in jeder Wahlperiode die Anzahl der JAV-Gremien steigern“, so Schaper weiter.

Die Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen finden alle zwei Jahre im Zeitraum von Oktober bis November statt. Dies ist im Betriebsverfassungsgesetz so geregelt und in diesem Jahr wieder der Fall.

Zur Wahl aufgerufen sind alle jugendlichen Arbeitnehmer/innen, Auszubildende und dual Studierende eines Betriebs. Im Zentrum der Aufgaben einer JAV steht die Überwachung der Einhaltung der Regelungen für die jugendlichen Arbeitnehmer/innen, Auszubildenden und dual Studierenden, welche unter anderem im Berufsbildungsgesetz oder in Tarifverträgen verankert sind. Darüber hinaus überprüfen und verbessern die Jugendvertretungen die Qualität der Berufsausbildung, setzen sich für die Übernahme nach der Ausbildung oder dem dualen Studium ein und fördern die Integration ausländischer Jugendlicher im Betrieb.

Bei der Initiierung und Durchführung der Wahl sowie bei der Arbeit der Jugend- und Auszubildendenvertretungen nach der Wahl unterstützt die Gewerkschaft IG Metall. Dies erfolgt durch eine persönliche Präsenz bei den Sitzungen im Betrieb sowie durch verschiedene Arbeitshilfen, die dabei helfen die betrieblichen Ziele zu erreichen. Auch Seminare werden von der IG Metall durchgeführt, um den neuen JAV-Mitgliedern ihre Aufgaben und Rechte näher zu bringen.

Läuft alles richtig in der Ausbildung? Diese Frage kann jeder Auszubildende selbst nur schwer beantworten erläutert Jugendsekretär Schaper. Spätestens hier kommt dann die JAV mit ins Spiel. Denn sie vertritt die Interessen der Jugendlichen und Auszubildenden im Betrieb. Sie kümmert sich um alle Fragen rund um die Ausbildung im Betrieb. Die JAV ist die Interessenvertretung der "Jüngeren" im Betrieb, da genau diese Bedürfnisse in der Alltagsarbeit oftmals unter die "Räder" kommen.

Fabian Schaper von der IG Metall hilft gerne bei der Wahl der betrieblicher Interessensvertretung.