Bundesweiter Aktionstag der IG Metall für einen fairen, sozial-ökologischen Wandel der Industrie

Öffentliche Betriebsräte-Konferenz am Freitag, 29. Oktober um 13:00 Uhr, Gewerkschaftshaus Osnabrück

  • 29.10.2021
  • Aktuelles

Soldanski: „Deutschland muss Industrieland bleiben!“ – unter dem Motto „FairWandel – sozial, ökologisch, demokratisch“ ruft die IG Metall zu einem bundesweiten Aktionstag am Freitag, 29. Oktober, auf. Im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Osnabrück findet eine öffentliche Betriebsräte-Konferenz statt. 

Ab 13:00 Uhr treffen sich Metallerinnen und Metaller am Gewerkschaftshaus am August-Bebel-Platz 1, um Flagge für sichere und gute Arbeit in einer klimafreundlichen Industrie zu setzen. Erwartet werden Betriebsräte und Jugendvertretungen aus rund 20 Betrieben.

„Es geht im wahrsten Sinne um die Wurst! Jetzt werden die Weichen für unsere Zukunft gestellt“, macht Osnabrücks IG Metall-Chef Soldanski mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin deutlich: „Deutschland muss Industrieland bleiben!“

„Sozial-ökologischer Wandel und aktive Industriepolitik oder Deindustrialisierung? Sichere Arbeitsplätze oder Kahlschlag im Deckmantel der Pandemie? Zukunftsinvestitionen in Bildung und Infrastruktur oder schwarze Null? Weiterentwicklung sozialstaatlicher Leistungen oder weitere Privatisierung? Deutschland muss Industrieland bleiben. Und der dafür notwendige Wandel muss jetzt aktiv gestaltet werden – sozial, ökologisch und demokratisch. Dafür treten wir ein.“ so Stephan Soldanski, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück.

Bundesweit gehen am 29. Oktober zehntausende Metallerinnen und Metaller in vielen kleinen und großen Städten auf die Straße, um ihren Forderungen an die nächste Bundesregierung Nachdruck zu verleihen. Sie fordern den Verzicht auf Entlassungen in der Transformation, eine tragfähige Perspektive für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine Qualifizierungsoffensive und sichere Ausbildung vor Ort anstelle von Verlagerungen ins Ausland. Bis 2030 braucht es öffentliche Zukunftsinvestitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro, so eine weitere Forderung. Die Lasten müssen gerecht verteilt werden, die notwendigen Investitionen durch solidarische Finanzierung getragen werden.

Metaller Soldanski: „Wir merken die Transformation deutlich: Klimawandel, Digitalisierung, wegfallende Ausbildungsplätze quer durch alle Branchen. Arbeit, Wirtschaft und vor allem die Gesellschaft stehen vor einem Jahrzehnt, das umfassende Veränderungen mit sich bringen wird. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, dafür Sorge zu tragen, dass Deutschland bei allen anstehenden Entscheidungen ein sicheres, starkes und krisenfestes Industriestandorte bleibt!“ 

„Klimaschutz und der Erhalt von Arbeitsplätzen dürfen kein Widerspruch sein!“ so Soldanski. Doch der Wandel, der bevorsteht, darf nicht zulasten derjenigen gehen, die tagtäglich unser Land am Laufen erhalten. „Das heißt: Wir brauchen einen Fairwandel. Es gilt diejenigen zu entlasten, die ohnehin schon viel zu stemmen haben. Starke Schultern können mehr tragen als die schwächeren - das ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ so Gewerkschafter Soldanski. 
 
„Wir erwarten von der Politik mehr als Lippenbekenntnisse. Wir sind bereit, die Transformation zu beschreiten, wir wollen sie aber keineswegs von der Seitenlinie beobachten, sondern aktiv mitprägen. Das ist unser Anspruch als IG Metall und den werden wir auch geltend machen: Es braucht nicht länger eine Politik des Verwaltens, nun ist die Zeit des Gestaltens.“ formuliert Soldanski klare Ziele und Erwartungen an die Koalitionsgespräche sowie die neue Bundesregierung. 
  
„Am 29. Oktober wollen wir ein starkes Zeichen setzen. Für unseren Industriestandort, für starke Betriebsräte und Gewerkschaften, für die Mitbestimmung, für soziale Gerechtigkeit, für den Kampf gegen den Klimawandel, für die kommenden Generationen, für eine auskömmliche Rente, für ein gerechteres Steuersystem, für eine mutige Investitionspolitik und vor allem: Für gute und sichere Arbeitsplätze.“ so Soldanski abschließend.

Zur Berichtserstattung der NOZ geht es hier.
 

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