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Tarifrunde KFZ-Handwerk // Ausbildungsvergütungen müssen stärker steigen

Orts-Jugend-Ausschuss der IG Metall Osnabrück solidarisch mit KFZ-Azubis

21.06.2021 | Der Orts-Jugend-Ausschuss (OJA) der Osnabrücker IG Metall hat sich im Rahmen der aktuell laufenden Tarifrunde des Kfz-Handwerks solidarisch erklärt. Die zweite Verhandlung in der Tarifrunde 2021 im Kfz-Handwerk in Niedersachsen ging ergebnislos zu Ende. „Nach wie vor gab es am Verhandlungstisch kein Angebot. Das Verhalten der Arbeitgeber ist dabei völlig unverständlich!“ urteilt Fabian Schaper, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall Osnabrück.

„Wir unterstützen die Forderungen der Beschäftigten. Insbesondere die Forderung nach einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung und besserer Ausbildungsqualität sind gerechtfertigt“, so Marina Jüstel, Mitglied des OJA und selbst gelernte Kfz-Mechatronikerin. „Besonders im Rahmen meiner Lehrtätigkeit bei der Vita-Akademie habe ich festgestellt, dass die Branche zwar viele Auszubildende beschäftigt, aber dass gerade am Ausbildungspersonal leider oft gespart wird. Hier muss sich dringend etwas ändern!“ führt Marina Jüstel weiter aus.

Fabian Schaper ergänzt: „Für viele Azubis der Branche reicht die Vergütung nicht mehr um die Kosten der Ausbildung zu decken. Bei gleichzeitig sinkenden Bewerbungseingängen muss sich die Branche bewegen, wenn sie weiterhin einen Nachschub an Fachkräften haben möchte.“

„Als IG Metall sind wir für eine Entgeltsteigerung von 4 Prozent sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung angetreten. Tarifverhandlungen leben von einem tragfähigen Kompromiss. Dazu bedarf es aber eines verhandlungsfähigen Angebotes, welches wir bis heute noch nicht erhalten haben“ so Schaper.

„Wir fordern die Arbeitgeber auf sich in den Verhandlungen endlich zu bewegen und den Beschäftigten ein Angebot zu machen“, sind sich Jüstel und Schaper einig.