23.02.2026 | Am Morgen des 20. Februar zeigte sich eindrucksvoll, wie geschlossen und engagiert die Belegschaft der Teutofracht Spedition GmbH hinter ihren Forderungen steht. Insgesamt 55 Kolleginnen und Kollegen legten für zweieinhalb Stunden die Arbeit nieder, um gemeinsam ein klares Signal an die Geschäftsführung zu senden: Gute Arbeit verdient gute Bedingungen – und vor allem eine faire Bezahlung.
Kolleginnen und Kollegen zeigen Haltung
Die Beschäftigten machten mit ihrem Einsatz deutlich, wie ernst es ihnen ist, endlich auf das Niveau des Flächentarifvertrags der Holz- und Kunststoffindustrie Niedersachsen angehoben zu werden. Die Kolleginnen und Kollegen sorgen dafür, dass die innerbetriebliche Logistik, der Versand sowie die Speditionstätigkeiten auf dem Gelände der Oeseder Möbelindustrie M. Wiemann reibungslos funktionieren.
Mit ihrem Engagement im Warnstreik würdigten die Kolleginnen und Kollegen ihr eigene harte Arbeit, da sie jeden Tag hohe Anforderungen meistern: Enge Zeitfenster, körperlich extrem belastende Tätigkeiten, flexible Einsatzbereitschaft und die Verantwortung, komplexe Abläufe zuverlässig zu steuern.
Unzureichendes Angebot führt zu Unmut
In der zweiten Verhandlungsrunde hatte die Arbeitgeberseite ein Angebot vorgelegt, das von den Beschäftigten als völlig unzureichend empfunden wurde. Vorgeschlagen wurde lediglich eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit um 0,5 Stunden – ein Schritt, der dem Engagement und der Belastung der Kolleginnen und Kollegen in keiner Weise gerecht wird. Zur Kernforderung der Anhebung der Löhne und Gehälter wurde gar kein Angebot vorgelegt! Außerdem werden Gespräche über Sonderzahlungen und Belastungszulagen gefordert, zu denen sich der Arbeitgeber ebenfalls nicht geäußert hat.
Vor diesem Hintergrund sahen sich die Beschäftigten gezwungen, ihren Forderungen mit einem Warnstreik Nachdruck zu verleihen – auch wenn dies den Betriebsablauf deutlich beeinträchtigte.
Ein starker Zusammenhalt – und klare Erwartungen an die nächste Verhandlung
Teutofracht beschäftigt rund 85 Menschen und hat seit 2021 einen Haustarifvertrag mit der IG Metall, der sich am Flächentarif der Holz- und Kunststoffindustrie orientiert. Löhne und Gehälter liegen derzeit bei 82 % des Flächenniveaus. Deshalb wurden die Lohn- und Gehaltstarifverträge zum 31. Dezember 2025 gekündigt. Mit dem Ende der Friedenspflicht am 12. Februar 2026 haben die Beschäftigten nun das Recht, ihre Forderungen durch Warnstreiks zu unterstützen.
Der heutige Arbeitskampf zeigt: Die Belegschaft ist entschlossen, für faire Bedingungen einzustehen.
Sie erwarten nun ein deutlich verbessertes Angebot – und dass die Arbeitgeberseite anerkennt, welch unverzichtbare Arbeit täglich von ihnen geleistet wird.
Die nächste Tarifverhandlung findet am 10. März statt.
Bis dahin bleibt klar: Die Kolleginnen und Kollegen haben Stärke gezeigt – und sie werden weiter geschlossen für Wertschätzung, gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.