110 Teilnehmer beim Warnstreik der IG Metall in Bramsche

Großer Unmut über Verhalten der M+E-Arbeitgeber – „heißer Herbst“ angekündigt

  • 02.11.2022
  • Aktuelles, Metall- und Elektroindustrie, Bildergalerie

Ihrer Forderung nach acht Prozent Lohnerhöhung hat die IG Metall am Mittwoch bei einem Warnstreik mit etwas mehr als 110 Beschäftigten der Firmen Lacroix + Kress und Essex-Furukawa in Bramsche Nachdruck verliehen.

„Wir fordern nicht nur ein Plus von acht Prozent für alle Entgeltstufen und die Ausbildungsvergütung, wir brauchen auch diese acht Prozent mehr“, betonte Michael Wessel, der Betriebsratsvorsitzender von Essex-Furukawa, mit Blick auf die aktuelle Inflationsrate. „Wir können - anders als unsere Arbeitgeber - gestiegene Kosten nicht an Kunden weitergeben. Wenn wir einkaufen gehen, sind wir selbst die Kunden und müssen den Preis bezahlen, der verlangt wird.“ Von beiden Betrieben trafen sich nahezu alle anwesenden Beschäftigten zum rund 90 minütigen Warnstreik der IG Metall vor dem Werkstor.

Wessel machte zudem ebenso wie Kevin Kuczera als Vertrauensmann der IG Metall deutlich, dass die Beschäftigten in der Branche „in der Corona-Zeit genug zurückgesteckt“ hätten und sich gegenüber ihren Arbeitgebern verantwortungsbewusst verhalten hätten. „Jetzt sind wir dran“, forderte deshalb auch Kuczera. Es gelte dabei auch, die allgemeine Kaufkraft zu sichern.

Beide Betriebsvertreter berichteten, dass neben der Hinhaltetaktik insbesondere die Gegenforderungen der Arbeitgeber „heftigst diskutiert“ werden. „Das ist für uns nicht verhandelbar!“ sind sich beide einig.

Die Arbeitgeber hatten in den bisherigen Verhandlungen Netto-Einmalzahlungen von 3000 Euro und bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. „3.000 Euro, das sind bei dieser Laufzeit gerade mal 100 Euro monatlich für Euch“, rechnete der 1.Bevollmächtigte der IG Metall im Tarifbezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Stephan Soldanski, den Beschäftigten der beiden Bramscher Betriebe vor. Dieses Angebot sei nicht einmal „Magerkost“, so Soldanski und ergänzte: „Wir brauchen eine dauerhafte Erhöhung, die Einmalzahlung nehmen wir gerne on top!

Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht noch bewege, werde es einen „heißen Herbst“ geben, kündigte Betriebsrats-Vorsitzender Wessel an. Das bisherige Angebot verärgere „die Metaller bundesweit.“ Und Soldanski sagte, über 24-Stunden-Streiks könne es „auch schneller zu einer Urabstimmung kommen, als mancher meint.“

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